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Naturstein von Friepess

 

Peek & Cloppenburg. Die monumentale Gelassenheit in der Kärtnerstraße.

Mächtig steht es da, das neue, monumental wirkende Bauwerk des britischen Stararchitekten David Chipperfield. Ein Natursteinmantel in Kombination mit großzügigen Fensterflächen.

 

Dass sich dieser Palazzo so reibungslos in das Straßenbild integriert, es sogar erhellt und bereichert, ist mit Sicherheit der Idee des Natursteinmantels in Kombination mit großzügigen Fensterflächen zu verdanken. Die Reduktion auf diese Gestaltungselemente macht es aus, dass dieses Gebäude zeitlos elegant und ein Herzstück der Kärntnerstraße bleiben wird. Harro Uwe Cloppenburg hat sich für den schlichtesten, aber sehr edlen Entwurf entschieden.  Unspektakulär auf den ersten Blick und optisch in der Tradition der Wiener Kaufhäuser angesiedelt. Wie gut sich Chipperfield in Innenstädte einfügen kann, hat er kürzlich mit dem Kaufhaus Projekt „Tyrol“ in Innsbruck bewiesen. Bekannt wurde der Architekt durch den Neubau des Berliner Museums.

 

Projektdokumentation Peek & Cloppenburg Friepess

Der massive und ausgesprochen edle Donaukalkstein erforderte bei der Umsetzung erfahrene Profis, die den Architekten verstanden, unterstützten und selbst permanent an innovativen Umsetzungen in Material und Montage interessiert waren. Friepess ist in der Sparte für hohe Flexibilität an außergewöhnlichen Einsatzorten bekannt und bekam den Zuschlag für diesen Auftrag. 
Der Weg war für österreichische Bauvorhaben nicht alltäglich. Vor Beginn der Bautätigkeiten, wurde auf der „Grünen Wiese“ ein einstöckiges Modell der Fassadenkonstruktion im Maßstab 1:1 gebaut.

 

Ziel dieses Projektes war eine noble, funktionsfähige, gemauerte Natursteinfassade mit einem Team von Fachleuten zu realisieren. Es war nicht einfach, den Neubau in einer Gebäudezeile mit teilweise denkmalgeschützten Objekten als Stadthaus zu situieren. Das Besondere an der Umsetzung: Um dem Fugenraster zu entgehen, wurde nach einer Konstruktionsmöglichkeit gesucht, die es zuließ, das unregelmäßige Kalksteinmauerwerk ohne Kittfuge zu erstellen. Der Naturstein hat eine Dicke von 12 cm und wird hinterlüftet. Die Gefahren der temperaturabhängigen Dehnungen wurden intelligent gelöst und die Fassade ist gegen Russ- und Staubpartikelablagerung im Ballungsgebiet geschützt. Alle Reparaturen können ohne großen Aufwand im Zuge der Wartungsarbeiten bzw Fassadenreinigung durchgeführt werden. Alles in allem ein mutiges Projekt, das frei von großen politischen Diskussionen mit Sicherheit zum internationalen Flair dieses Stadtteils beiträgt.

 


Fotos: Roland Prandstätter